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Weltmissionskonferenz will Zeichen für Frieden setzen

Neuausrichtung der Mission im Blick

Zur Weltmissionskonferenz in Arusha (Tansania), die vom 8. bis 13. März stattfindet, werden mehr als 700 Delegierte aus protestantischen, orthodoxen, römisch-katholischen, evangelikalen sowie pfingstkirchlichen Kirchen und Gemeinschaften erwartet. Die Konferenz soll einen christlichen Beitrag für mehr globale soziale Gerechtigkeit und Frieden leisten. Die Gossner Mission sieht sich in Arusha vertreten durch Michaela Fröhling, Referentin für missionarischen Dienst in der Ev. Kirche von Berlin-Brandenburg, sowie Superintendent Martin Kirchner, Kirchenkreis Berlin Nordost.


Mit der Entscheidung für Arusha als Tagungsort werde betont, dass der afrikanische Kontinent eine der lebendigsten Regionen des Weltchristentums ist, so der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK). Unter dem Leitwort Im Geiste voranschreiten: Zu verwandelnder Nachfolge berufen soll in Arusha zudem über eine Neuausrichtung der Mission beraten werden. Die Konferenz in Tansania solle die „Einheit aller Völker im Staunen über ihre gottgegebene Vielfalt" feiern. Sie befasse sich mit verschiedenen Aspekten missionarischer Praxis und suche neue Möglichkeiten, „Gottes Auftrag in der Welt zu erfüllen". Die letzte Weltmissionskonferenz in Afrika fand im Jahr 1958 in Ghana statt.

Weltmissionskonferenzen werden etwa alle zehn Jahre abgehalten, die letzte fand im Sommer 2010 im schottischen Edinburgh statt. Dort wurde an die Anfänge der ökumenischen Bewegung vor 100 Jahren erinnert, denn auch die erste Weltmissionskonferenz im Juni 1910 wurde in der schottischen Hauptstadt abgehalten. Die Tagung gilt als Ausgangspunkt der Zusammenarbeit zwischen den Konfessionen und als Beginn der ökumenischen Bewegung. Teilnehmer waren damals vor allem Vertreter von Missionsgesellschaften aus dem Protestantismus und der anglikanischen Kirche.

In den vergangenen 100 Jahren hat sich die christliche Missionsarbeit stark gewandelt. „Ging es bei der Missionsarbeit zunächst darum, die Menschen zum Christentum zu bekehren, haben die Kirchen in späteren Zeiten ihre Aufgabe vorwiegend in der Arbeit für Menschen in Regionen gesehen, die von Konflikten oder dem Klimawandel betroffen sind oder in Situationen leben, in denen ihr wirtschaftliches Überleben bedroht ist", merkt der Weltkirchenrat an.
Konferenzen für Weltmission und Evangelisation werden ausgerichtet vom Internationalen Missionsrat und der Kommission für Weltmission und Evangelisation (CWME) des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK). Gastgeber in Tansania ist die Evangelisch-Lutherische Kirche des Landes.

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