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Sambia und Uganda: Corona-Impfrate unter 1 Prozent

Beide Länder am Anfang einer neuen Welle

Sambia steht am Anfang einer dritten Corona-Welle. „Wurden in der letzten Maiwoche noch 50 neue Fälle am Tag gemeldet, so sind die Zahlen mit 1800 nun schon weit höher als im Januar – zur Hochphase der zweiten Welle“, betont Afrika-Koordinator Dr. Volker Waffenschmidt. „Und ein Ende ist nicht absehbar.“ Die Dunkelziffer sei hoch – und die Impfrate mit 0,7 Prozent der Bevölkerung sehr niedrig. Auch Uganda, das bisher noch relativ glimpflich durch die Pandemie gekommen ist, erfährt zurzeit die Auswirkungen einer neuen Welle. Wie schon im März 2020 hat die ugandische Regierung darauf mit einem strengen Lockdown reagiert.


„Unsere Partner in Sambia und Uganda sind sehr besorgt“, so Dr. Volker Waffenschmidt, Afrika-Koordinator der Gossner Mission. Verabreicht werde in Sambia fast ausschließlich der Impfstoff von AstraZeneca – doch nur „so lange der Vorrat reicht.“ Bei der gegenwärtigen Impfrate, so berechnet die Nachrichtenagentur Reuters, werde es sieben Jahre dauern, um auch nur weitere 10 Prozent der Menschen in Sambia vollständig zu impfen.

In Uganda liegen die täglich gemeldeten Infektionen bei etwa 1000, Tendenz steigend. Auch hier ist die Impfrate niedrig: Sie liegt bei 1,6 Prozent (Erstdosis) der Bevölkerung. „Dass es in Uganda trotzdem so lange ruhig blieb in Sachen Corona, hängt sicherlich mit den harten Maßnahmen der ugandischen Regierung zusammen,“ glaubt Dr. Waffenschmidt. Schon zu Beginn der Pandemie habe sie einen sehr harten Lockdown verhängt. „Und nun in diesen Tagen wurden erneut strenge Regeln erlassen, so etwa die erneute Schließung aller Schulen für zwei Monate, Versammlungsverbote, was auch die Gottesdienste betrifft, und weitgehende Reiseeinschränkungen.“

Die Gossner Mission tue alles, um in diesen schwierigen Zeiten bei ihren Partnern in Sambia und Uganda zu sein. So werde aktuell ein Wasser- und Sanitärprojekt an der Gulu Primary School in Uganda umgesetzt, nachdem zuvor schon die Y.Y.Okot-Schule in Kitgum mit einem neuen Wassersystem ausgerüstet worden war. Und die Bauern in der Region Agung (Uganda) freuen sich auf das „Bienen-Pilotprojekt“, das die Gossner Mission dort mit ihnen plant, um die Dörfer vor hungrigen Elefanten zu schützen und zugleich das Einkommen zu erhöhen. In Sambia unterstützt die Gossner Mission weiterhin u.a. die Corona-Aufklärungsaktionen ihres Partners KDF im Gwembe-Tal.
(Berlin, 10.06.2021)

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Fotos:
- Desinfizierung eines Klassenraums in der Y.Y.Okot-Schule in Kitgum/Uganda. (Foto: privat)
- Dr. Volker Waffenschmidt. (Foto: Jutta Klimmt)

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