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Neues Projekt in Nepal stärkt Kinder und Familien

Bessere Chancen für Mädchen aus den Bergen

Ein neues Projekt der Gossner Mission in den Bergen Nepals nimmt Bildung, Inklusion und Mädchenförderung gleichermaßen in den Blick. Die Familien in der abgelegenen Region sind extrem arm. Die Analphabetenrate, vor allem die der Frauen, gehört zu den höchsten des Landes. Unterernährung und chronische Krankheiten bestimmen den Alltag. Die Corona-Pandemie hat die Situation noch verschärft. Das Projekt, das nun im Juli gestartet und zunächst auf drei Jahre befristet ist, soll die Situation der benachteiligten Familien verbessern und den Kindern neue Perspektiven schenken.


Nepal: Die Bergregion von Mugu ist dünn besiedelt. Wer hier wohnt, der muss mit schwierigsten Bedingungen klarkommen: raues Klima, unwegsame Straßen, keine medizinische Versorgung. Die Familien leben von dem wenigen, was ihre kargen Felder hergeben. Viele Kinder müssen zu Hause und bei der Feldarbeit mithelfen – und können daher nicht zur Schule gehen.

Das trifft vor allem die Kinder aus Dalit-Familien (früher als „Unberührbare“ bezeichnet). Sie werden bis heute diskriminiert und benachteiligt. Auch Kinder mit Behinderungen haben hier oben im Gebirge kaum die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen und am Unterricht teilzunehmen. Das soll sich ändern.

Das Projekt, das die Gossner Mission gemeinsam mit ihrem langjährigen Partner in Nepal, der UMN, angeht, richtet sich an die benachteiligten Familien und deren Kinder. Mit einbezogen werden die örtlichen Gemeinden, die Schulverwaltungen und der Landkreis. Es geht um Bildung und bessere Chancen für Mädchen, um Inklusion und das Stärken von Kinderrechten. Aber letztlich geht es natürlich auch um bessere Perspektiven für die Familien und die ganze Region. „Das Projekt läuft unter dem vielsagenden Namen „DREAM“ (Disability Rights and Education Advancement in Mugu) – aber das Genannte soll nicht länger ein Traum für die Menschen in der Bergregion bleiben“, sagt Gossner-Direktor Christian Reiser. „Wir wollen Lehrkräfte fortbilden, Familien stärken – und den Mädchen und den Jungen und behinderten Kindern den Schulbesuch ermöglichen.“

Das Projekt startet im Landkreis Soru im Mugu-Distrikt. Hier leben 12.000 Menschen, von denen 35 Prozent weder lesen noch rechnen können. 20 Prozent gelten als absolut arm. 15 Prozent der Kinder haben nur rudimentäre Kenntnisse im Lesen und Schreiben und keinen Schulabschluss. Ihre Perspektive bislang: wie ihre Eltern zu Hause in Armut leben oder kleine Gelegenheitsjobs in Indien suchen. Auch das bedeutet Armut – und gerade für die Mädchen oft auch den Weg hinein in Ausbeutung, Abhängigkeit und Missbrauch.

„Wir wollen ganz konkret in einem Landkreis beginnen und nachhaltig Veränderungen bewirken“, so Reiser. „Immer in enger Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort.“

Startschuss für das Projekt war Mitte Juli 2020. Die Gossner Mission hat bis zum Abschluss im Sommer 2023 insgesamt 58.000 Euro zugesagt.
(Berlin, 28.07.2020)

(Fotos aus Mugu: UMN)

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Kennwort: Nepal - KInder stärken

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